Donnerstag, 16. Dezember 2010

Buchrezension: Das Möwen-Prinzip

Wie wäre es mit "Simplify your Führung"? Das Möwenprinzip bietet knackig drei Geheimnisse guter Führung. Mehr braucht es nicht. Punkt. Oder doch eher Fragezeichen?
Ein sogenanntes 2-Stundenbuch (länger braucht man nicht): Leichte, einfach zu lesende und unterhaltsame Kost, sozusagen für den Nachttisch, wenn man wieder mal auf einer öden Geschäftsreise ist. Worum geht es? Der Autor Travis Bradburry serviert uns eine heitere Tierfabel, die im Möwenmilieu angesiedelt ist. Ein Möwenschwarm lebt in einem Futterparadies, einem Meerestierpark, in dem sie den menschlichen Besuchern die Leckerbissen wegfuttern, angeführt von Chefmöwe Charlie. Der wird zum Problem, als sich zeigt, dass die Kolonie wegen des guten Futterangebots rasant wächst, nur wächst leider nicht auch das Futterangebot. Die Möwen fangen an zuerst abzuspecken, dann zu hungern.

Es muss etwas passieren. Aber wo ist eigentlich der Chef? Der kommt herbei, wenn´s brennt, plustert sich auf, schimpft alle aus und rauscht von dannen. Führung ist das nicht, das wird jedem Leser schnell klar. Auch die Möwenmitarbeiter rebellieren, stellen ihren Chef zur Rede und drohen ihm schließlich geschlossen, den Park und damit auch den Chef zu verlassen. Nun wird auch dem Chef klar, dass sich was ändern muss. Zum Glück kommt eine kluge Beraterschildkröte daher, die der Chefmöwe die drei Geheimnisse erfolgreicher Führung verrät: Exakt definierte Erwartungen, Kommunikation und Leistung beobachten, loben und konstruktive Kritik üben. Die Schildkröte schickt Chefmöwe Charlie zu anderen Tieren, die diese Prinzipien schon länger praktizieren und Charlie vermitteln, wie es geht.

Charlie nimmt die Lektionen an, zumal er ernsthaft Angst vor dem Abzug seiner Kolonie hat. Stück für Stück setzt er die "Geheimnisse" um und - na klar! - es wirkt. Die Kolonie erholt sich zusehends, die Arbeitsatmosphäre wird produktiver und schließlich wird das Ganze damit gekrönt, dass nun die Möwen ihre eigene Show bekommen und dafür mit reichlich Futter belohnt werden. Die Kolonie bleibt, und zwar, weil Chefmöwe Charlie jetzt so gut führt. Man bleibt wegen ihm, nicht wegen der tollen neuen Show.

Der Autor vermittelt uns auf 140 Seiten incl. einiger Zeichnungen, nett verpackt, einige zugegebenermaßen wichtige Grundprinzipien guter Führung. Ich habe beim Lesen gerade 16 Merkfähnchen vergeben, Stellen an denen der Autor etwas "Merkwürdiges" schreibt. Im Anhang gibt es noch mal eine Zusammenfassung und ein paar Umfrageergebnisse, aus denen klar wird: Mitarbeiter sind unzufrieden mit ihren Führungskräften und kündigen deshalb, nicht wegen der Arbeit oder dem Unternehmen.
Soweit das kleine Einmaleins, oder besser Einmaldrei der Führung.

Für wen taugt das Buch? Sicher nicht für Führungskräfte, die sich schon intensiver mit Führungsthemen befasst haben. Für Führungsneulinge könnte es ein nettes Willkommensgeschenk sein. Diese drei "Geheimnisse" zu kennen, ist zumindest schon mal nützlich. Und natürlich wäre es eine nette Lektüre für Chefmöwen, die sich aufplustern, herumschreien und nur einen Haufen Mist hinterlassen. Aber die lesen solche Bücher für gewöhnlich nicht. Bleibt noch, was der Autor selbst ganz am Schluss empfiehlt: Die Chefmöwe in uns allen, die bei bestimmten Situationen eben genauso reagiert. Und dann folgt noch eine halbe Seite, auf der mal eben so der schlappe Rest der Probleme, die eine Führungskraft auch haben kann, abgehandelt werden: Terminkalender, Stress, private Probleme. Und wie bekommt man das in den Griff? Vielleicht weiß das Chefmöwe Charlie, aber der ist schon davongeflogen.
Quintessenz: nett, aber nicht ausreichend. Wer seine Zeit mit effektiverem Lesestoff verbringen will, ärgert sich hier.


Wie wäre es mit "Simplify your Führung"? Das Möwenprinzip bietet knackig drei Geheimnisse guter Führung. Mehr braucht es nicht. Punkt. Oder doch eher Fragezeichen?
Ein sogenanntes 2-Stundenbuch (länger braucht man nicht): Leichte, einfach zu lesende und unterhaltsame Kost, sozusagen für den Nachttisch, wenn man wieder mal auf einer öden Geschäftsreise ist. Worum geht es? Der Autor Travis Bradburry serviert uns eine heitere Tierfabel, die im Möwenmilieu angesiedelt ist. Ein Möwenschwarm lebt in einem Futterparadies, einem Meerestierpark, in dem sie den menschlichen Besuchern die Leckerbissen wegfuttern, angeführt von Chefmöwe Charlie. Der wird zum Problem, als sich zeigt, dass die Kolonie wegen des guten Futterangebots rasant wächst, nur wächst leider nicht auch das Futterangebot. Die Möwen fangen an zuerst abzuspecken, dann zu hungern.

Es muss etwas passieren. Aber wo ist eigentlich der Chef? Der kommt herbei, wenn´s brennt, plustert sich auf, schimpft alle aus und rauscht von dannen. Führung ist das nicht, das wird jedem Leser schnell klar. Auch die Möwenmitarbeiter rebellieren, stellen ihren Chef zur Rede und drohen ihm schließlich geschlossen, den Park und damit auch den Chef zu verlassen. Nun wird auch dem Chef klar, dass sich was ändern muss. Zum Glück kommt eine kluge Beraterschildkröte daher, die der Chefmöwe die drei Geheimnisse erfolgreicher Führung verrät: Exakt definierte Erwartungen, Kommunikation und Leistung beobachten, loben und konstruktive Kritik üben. Die Schildkröte schickt Chefmöwe Charlie zu anderen Tieren, die diese Prinzipien schon länger praktizieren und Charlie vermitteln, wie es geht.

Charlie nimmt die Lektionen an, zumal er ernsthaft Angst vor dem Abzug seiner Kolonie hat. Stück für Stück setzt er die "Geheimnisse" um und - na klar! - es wirkt. Die Kolonie erholt sich zusehends, die Arbeitsatmosphäre wird produktiver und schließlich wird das Ganze damit gekrönt, dass nun die Möwen ihre eigene Show bekommen und dafür mit reichlich Futter belohnt werden. Die Kolonie bleibt, und zwar, weil Chefmöwe Charlie jetzt so gut führt. Man bleibt wegen ihm, nicht wegen der tollen neuen Show.

Der Autor vermittelt uns auf 140 Seiten incl. einiger Zeichnungen, nett verpackt, einige zugegebenermaßen wichtige Grundprinzipien guter Führung. Ich habe beim Lesen gerade 16 Merkfähnchen vergeben, Stellen an denen der Autor etwas "Merkwürdiges" schreibt. Im Anhang gibt es noch mal eine Zusammenfassung und ein paar Umfrageergebnisse, aus denen klar wird: Mitarbeiter sind unzufrieden mit ihren Führungskräften und kündigen deshalb, nicht wegen der Arbeit oder dem Unternehmen.
Soweit das kleine Einmaleins, oder besser Einmaldrei der Führung.

Für wen taugt das Buch? Sicher nicht für Führungskräfte, die sich schon intensiver mit Führungsthemen befasst haben. Für Führungsneulinge könnte es ein nettes Willkommensgeschenk sein. Diese drei "Geheimnisse" zu kennen, ist zumindest schon mal nützlich. Und natürlich wäre es eine nette Lektüre für Chefmöwen, die sich aufplustern, herumschreien und nur einen Haufen Mist hinterlassen. Aber die lesen solche Bücher für gewöhnlich nicht. Bleibt noch, was der Autor selbst ganz am Schluss empfiehlt: Die Chefmöwe in uns allen, die bei bestimmten Situationen eben genauso reagiert. Und dann folgt noch eine halbe Seite, auf der mal eben so der schlappe Rest der Probleme, die eine Führungskraft auch haben kann, abgehandelt werden: Terminkalender, Stress, private Probleme. Und wie bekommt man das in den Griff? Vielleicht weiß das Chefmöwe Charlie, aber der ist schon davongeflogen.
Quintessenz: nett, aber nicht ausreichend. Wer seine Zeit mit effektiverem Lesestoff verbringen will, ärgert sich hier.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Buchrezension: Sabine Asgodom: "Die Frau mal eben ihr Gehalt verdoppelt hat"


Sabine Asgodom und vier weitere Coaches erzählen in diesem Band insgesamt  25 Fälle nach, die sie selbst gecoacht haben. Da bei entsteht eine bunte und abwechslungsreiche Mischung, sowohl was die Themen angeht als auch die Klienten, die vorgestellt werden. Alle Coaches bieten dem Leser eine vertiefte Einsicht, nicht nur in ihre Arbeitsweisen und Instrumente die sie dabei einsetzen, sie lassen uns auch in ihr Inneres schauen, Ihre Eindrücke, Gedanken und Assoziationen, die sie in der Begegnung mit ihren Klienten haben, teilen sie uns mit. Dabei entdeckt der Leser, dass auch der Coach oft einfach erstaunt, erschrocken oder ergriffen ist, von dem was sein Gegenüber ihm erzählt. Es wird deutlich, wie intensiv die Coaches Ihre Gesprächspartner wahrnehmen: ihr Erscheinungsbild, ihre Mimik und Körpersprache, wie sie angezogen sind. Das alles lassen die Beraterinnen auf sich wirken – und spiegeln es teilweise schonungslos offen zurück – zum Wohle des Klienten, der solche Rückmeldung oft nicht bekommt. Wir lernen auch dass sich Coaches oft einfach von ihren Eindrücken und Intuitionen leiten lassen, sowohl bei der Wahl der Methoden als auch bei der Art, wie sie auf das Gesagte reagieren. Manchmal ist es nur ein Kommentar, manchmal eine Nachfrage oder , ganz oft, durchbrechen die Coaches mal eben so mit einem Satz den eisernen Ring, der sich um das Denken ihrer Kunden gelegt zu haben scheint. Sie setzen sie in Erstaunen, irritieren Sie, bringen sie zum Reden, zum Schweigen und zum Weinen. In jedem Falle bringen sie sie in Bewegung. Sie zeigen dem Leser auch, mit welch einfachen Methoden der Visualisierung, des schlichten Aufschreibens, Aufmalens man den eigenen Fragestellungen auf die Schliche kommen, kann. Im Wege der 25 Geschichten entfaltet sich eine schöne Bandbreite klassischer Coachinginterventionen, die in den Werkzeugkasten eines gut ausgebildeten Coaches gehören und der Leser erfährt, wie diese Instrumente eingesetzt werden, was sie auslösen und wie sie wirken. Dabei helfen kleine Abbildungen und Zeichnungen dem Vorstellungsvermögen des Lesers auf die Sprünge. Der Stil in dem die Geschichten erzählt werden ist lebendig, leicht und angenehm lesbar. Man hat den Eindruck selbst, quasi im Off dabei zu sein, mehr noch im Kopf und Herzen der Coaches den Prozess der Lösungsfindung mitgehen zu können. Man spürt, mit wie viel Engagement, Mitgefühl, aber auch mit wie viel Phantasie und Mut zum Ungewöhnlichen, zur Konfrontation und zum Unbequemen diese Beraterinnen ans Werk gehen. Und ganz häufig spürt der Leser, dass nicht nur der Klient hinzugewonnen hat, sondern auch der Coach um eine Erfahrung und Begegnung reicher geworden ist. Auch ist die Bandbreite der Anliegen  groß, ob nun eher aus dem privaten Kontext, dem beruflichen, ob es um Lebensvisionen oder ob es sich um Konflikte handelt. Manchmal ist auch zunächst gar nicht so recht klar, worin den nun das Anliegen besteht. Es entfaltet sich oder wird vom Coach ans Licht gebracht. Der Leser lernt, Coaching ist eine Wundertüte, man weiß vorher nie ganz genau, was geschehen wird. Das macht es ja auch immer wieder so spannend.

Kurzum, ein Buch, das Freude macht zu lesen. Einerseits leichte Lektüre, andererseits lehrreich, was die Arbeit und Vorgehensweise von Coaches angeht. Bleibt nur die Frage: für wen ist dieses Buch von  Nutzen ? Für angehende Klienten, die einmal wissen  möchten, wie denn so ein Coach arbeitet, was er  so denkt und was da so passiert? Oder für angehende Coaches, die selbst das Coachen erst einmal erlernen und noch wenig Erfahrung haben und viel Unsicherheiten im Umgang mit Klientenanliegen und dem Methodeneinsatz. Für Laien ist das Buch womöglich eher verwirrend, denn sie können die Vorgehensweise der Beraterinnen nicht einschätzen, die Wahl der Methoden nicht abwägen, die Methoden selbst werden ja auch nicht erklärt. Der Ratsuchenden wird sich womöglich davon versprechen, dass auch sein Coaching so wunderbar verlaufen wird und glaubt vielleicht, die Arbeit eines Coaches nun besser einschätzen zu können. Am ehesten scheint mir, profitieren die Einsteiger in das Thema, die sich zu Coaches ausbilden lassen wollen und bereits über Vorkenntnisse verfügen. Für sie kann es ein wunderbares Nachschlagewerk sein, um einmal in die Praxis der erfahrenen Kollegen hineinschauen zu können und nach Erweiterungen ihres eigenen Methodenrepertoirs zu suchen.
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Samstag, 25. September 2010

Danke für dieses schöne Seminar

So ein Seminar ist ja immer wieder eine Wundertüte. Man weiß nie vorher, wen man in der Gruppe hat und diesmal hatte ich wieder großes Glück. Zehn sehr sympathische, sehr engagierte und neugierige Teilnehmer kamen zusammen. Viele Fragen, viele Beiträge, engagiertes Mitmachen und geduldiges und interssiertes Aufnehmen bei den Theorieblöcken. Mir hat es Freude gamacht und auch von hieraus nochmal: herzlichen Dank dafür!
Außerdem wird es wohl eine Vertiefung geben und es wachsen auch die Planungen, nun doch auch eine Vollausbildung anzubieten. Ich bin gespannt!

Samstag, 31. Juli 2010

Nordtour - durch die wilde Insel


Es hat lange gedauert, bis wir es nun endlich geschafft haben: die Erkundung des Nordens unserer "Isla bonita". Die Küste ist fast überall sehr steil ins Meer abfallend und es durchziehen riesige Barrancos die Landschaft. Man muss darauf eingestellt sein, dass es dort oben noch viel kurviger ist als bei uns hier im Süden und das kann jeder auf einer Strassenkarte nachvollziehen. Die Strassen schlängeln sich die Barrancos hoch und runter und tief in sie hinein und wieder hinaus. Das ist faszinierend und zugleich anstrengend. Wir wollten es ruhig angehen lassen. 3 Tage hatten wir geplant, aber ganz haben wir das Programm dann doch nicht geschafft.

Fazit: ja, der Norden ist wirklich sehr schön. Riesige Barrancos, wild, schroff, steil und unglaublich still. Weite Blicke auf die Küste in Richtung Norden und Süden. Weitabliegende Dörfer und Weiler, die - wie El Tablado - abgelegen von der Welt auf einer Felsnase hoch über dem Meer. Unterschiedlichste Vegetationszonen begleiten uns, viele Wälder, karge Küstenzonen und dann wieder üppig grüner dichter Bewuchs, ähnlich unserer Heidevegetation. So manches Mal konnten wir die Sternwarte auf dem Roque de Los Muchachos hoch über uns sehen, ein weiteres geplantes Ziel auf dieser Reise. Nachdem wir 20 Kilometer (was für deutsche Ohren nach nichts klingt, aber wenn das nur enge Strassen und viele, sehr viele Kurven sind erscheint es einem doppelt so viel) auf der Küstenstrasse nach Barlovento gefahren waren mussten wir nun auch wieder zurück und zwar auf einer anderen Strecke.

Dazu empfiehlt sich die LP 111, die alte Verbindung. Heute ein wildromantisches Strässchen, meist einspurig durch dichtes Grün und drei finstere in den nackten Fels geschlagene uralte Tunnel. Eine schöne Strecke, die zu fahren ein besonderes Erlebnis ist.

Unterkunft fanden wir in der Pension "Mar y monte" in Punagorda, eine nettes Haus mit hübschem Patio und leckerem Frühstück. Leider mitten im Ort, ganz nah bei einem Restaurant und einer Bar, also nicht wirklich leise. Damit muss man dort rechnen.


Weitere Fotos finden Sie hier: http://jardindevida-bilder.blogspot.com/

Sonntag, 27. Juni 2010

Hamburg im Juni

"Schietwetter", das war im November. Diesmal empfing mich Hamburg mit gradezu südlichem Flair, warm, sonnig...den ersten Tag verbrachte ich am Elbestrand, während ich hier auf unserer Insel in diesem Jahr noch keinen Strandtag hatte.
Das Seminar war diesmal eine kleine Gruppe aber deshalb um so entspannter im Ablauf und sehr angenehm. Inhaltlich trotzdem eine Herausforderung da eigentlich nur Führungskräfte da waren, eine seltene Variante. Aber das macht es ja auch immer wieder spannend, nicht zu wissen, was genau passieren wid. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei meinen Teilnehmern für die angenehme Zeit und das schöne Seminar. Ich freue mich, Hamburg im November wiederzusehen.

Nächster Termin in Hamburg: 18. -26.11.2010
Anmeldungen bei Frau Zapatka, Tel.: 040 36 138 486
Weitere Infos auch hier: http://fritzsche-seminare.blogspot.com/

Dienstag, 18. Mai 2010

Transfercoaching - damit Sie Ihr Seminar auch umsetzen (können)

Wie oft haben Sie (oder Ihre Mitarbeiter) schon an Seminaren teilgenommen, sind voller Elan wieder ins Unternehmen zurückgekommen, motiviert bis in die Haarspitzen, das Gelernte in die Praxis umzusetzen - und müssen feststellen, dass es nicht funktioniert.Die Gründe dafür sind vielfältig: "Keine Zeit" lautet ein sehr häufiges Argument. "Die anderen ziehen nicht mit" ist das zweithäufigste Argument, warum die Umsetzung hakt und schließlich: "Ich schaffe das nicht!" Das Ende vom Lied: der Effekt verpufft oft schon nach kurzer Zeit und es bleibt nicht selten Frustration zurück. Mancher Teilnehmer an Seminaren und mancher Personaler fragt sich dann mehr oder weniger, ob er sich der ganze Einsatz gelohnt hat.Transfercoaching bietet den Teilnehmern hier gezielte und individuelle Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ziel, die sie aus einem Seminar mitbringen.
Im Transfercoaching haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre tatsächlichen oder gefühlten Hindernisse bei der Umsetzung zu erkennen und mit Hilfe des Coaches nach Möglichkeiten zu suchen, diese zu überwinden und Schritt für Schritt in die Umsetzung zu kommen.

Vorteil:
Die Teilnehmer werden individuell begleitet, es kann punktgenau gearbeitet werden.
Der zeitliche und damit auch der finanzielle Aufwand bleibt überschaubar; oft sind drei bis fünf halbstündige Telefoncoachings ausreichend.
Es entstehen keine nennenswerten Arbeitszeitausfälle, keine Reisekosten oder sonstigen Nebenkosten.
Termine werden nach Bedarf geplant und abgesprochen.

Kontaktieren Sie mich, ich beantworte Ihnen gerne alle Fragen

Mittwoch, 12. Mai 2010

Passiv-aggressives Verhalten - kennen Sie das auch?

"Janelle macht mehr Fehler als jeder andere in Ihrem Team, aber sie gesteht nie etwas ein. Irgendwie war es immer irgendjemand anders. Wenn Sie ihr eine Arbeit antragen, die sie nicht erledigen will (das erkennen Sie am Schnauben, das sie ihren Nebenhöhlenproblemen zuschreibt, oder am Augenrollen, angeblich weil sie den ganzen Tag auf den Computerbildschirm starrt), ist sie einverstanden und vergisst dann entweder den Auftrag oder ihr leuchtet nichts ein und sie macht einfach weiter mit ihrer alten Routine oder sie macht überhaupt nichts, weil sie ganz sicher ist, dass Sie die falschen Anweisungen gegeben haben.
Falls Sie ihr das ankreiden, ist sie sofort beleidigt oder sagt, dass es Ihr Fehler ist, weil Sie sich undeutlich ausgedrückt haben. Am Ende weint sie womöglich, weil Sie auf ihr herumhacken. Sie fallen jedes Mal wieder auf Janelle herein. Sie denken sich: "Ich hätte es besser wissen sollen." Dann bekommen Sie Kopfschmerzen - und wissen, das kommt von ihr. Janelle hätte Ihnen genauso gut gleich mit einem Knüppel auf den Kopf hauen können. " (zitiert nach www.fem.com)

Ein Paradebeispiel für passiv-aggressives Verhalten.

"Die passiv-aggressive, auch negativistische Persönlichkeitsstörung, ist gekennzeichnet durch ein tiefgreifendes Muster negativistischer Einstellungen und passiven Widerstandes gegenüber Anregungen und Leistungsanforderungen, die von anderen Menschen kommen. Sie fällt insbesondere durch passive Widerstände gegenüber Anforderungen im sozialen und beruflichen Bereich auf und durch die häufig ungerechtfertigte Annahme, missverstanden, ungerecht behandelt oder übermäßig in die Pflicht genommen zu werden.
Charakteristisch für diese Persönlichkeitsstörung ist die Widerständigkeit gegenüber Anforderungen mit einer durchgängig negativistischen, angstgetönten und abwertenden Grundhaltung. Dabei handelt es sich um eine Einstellung, die Menschen unterstützt, jedoch gleichzeitig gegenüber Anforderungen passiven Widerstand leistet. Zur zwischenmenschlichen Problemlösung und Aussöhnung sind sie oft nur in einer zynisch-pessimistischen Weise in der Lage.

Menschen mit einer passiv-aggressiven Persönlichkeitsstörung fühlen sich von anderen oft missverstanden, können anhaltend über persönliches Unglück klagen (das sie nicht selten unbewusst selbst inszenieren) und sind häufig mürrische und streitsüchtige Zeitgenossen. Autoritäten gegenüber zeigen sie übermäßige Kritik, ja Verachtung, was ihre Position nicht gerade verbessert. Menschen, die ein offensichtlich glücklicheres Los gezogen haben, begegnen sie mit Neid, Missgunst, Groll oder einem eigenartigen, auf jeden Fall nicht nachvollziehbaren Wechselspiel zwischen feindseligem Trotz und (mitunter fast unterwürfiger) Reue.
Die Zwiespältigkeit im Denken und Handeln und das geringe Selbstwertgefühl, das aus einer solchen Einstellung entsteht (ständige Fremd-Abwertung schlägt zuletzt in eine verheerende Selbst-Abwertung um) führen oft zu Auseinandersetzungen und Streitigkeiten mit der Umwelt. Persönliche Enttäuschungen werden häufig auf andere projiziert.
Oftmals sehen sich negativistische Persönlichkeiten als friedfertig an und halten ihre passiv-aggressive Art für gesellschaftskonform." (nach www.wikipedia.de)


Was tun in einem solchen Fall?
Um sich nicht heillos zu verstricken, eins sollte klar sein, kritisieren, konfrontieren oder ähnliches ist in einem solchen Fall nur kontraproduktiv. In ihrer Hilflosigkeit und Unfähigkeit dem eigenen Muster ins Gesicht zu schauen hilft konkret nur eins: loben, loben, loben. Auch wenn es schwer fällt.