Samstag, 31. Oktober 2009
ManagerSeminare Oktober Rezensionen
Die Themen (fuer Premium-Mitglieder mit Link zum Original):
1. Der Coach im Rettungsdienst - Wer hilft nach der Pleite imAssessment Center? (PREMIUM)2. Der Profitmaximierer - Portrait der Legende Jack Welch
3. Hausgemachte Kompetenzen - Personalentwicklung in der Krise(PREMIUM)
4. Lebenszufriedenheit lernen - Glueck als Unterrichtsfach?
5. Manager sollten improvisieren lernen - Interview mit August-WilhelmScheer
6. So kommt Leben in die Bude - Wie Unternehmen ihre Kern-Leidenschaftbewahren (PREMIUM)
7. Was macht eigentlich ein... Learning-Designer? - Ein schwammigesBerufsprofil (PREMIUM)
Meta
Tja, diesmal sind nicht alle Besprechungen von mir. Der Grund: Der mwonline Boss J. Thönneßen möchte uns Rezensenten mehr frei Hand bei der Auswahl der zu besprechenden Artikel geben, denn es gibt schon immer wieder Themen, die sind nicht spannend (für mich) und dann fällt es auch schon mal zugegebenerweise schwerer, so etwas zu rezensieren. Diesmal hatte ich mich noch für einen Artikel entschieden, der mir gefallen hat, der aber leider nicht in den Newsletter kam: Jazzimprovisation und was Manager daraus lernen können. Ich fand´s witzig.
Mittwoch, 20. Mai 2009
ManagerSeminare Heft Mai und Meta
Die Themen (fuer Premium-Mitglieder mit Link zum Original):
- Aussenwirkung durch Innenschau - Offene Kommunikation im Hotel
- Die Herrschaft der Maschinen - Wenn E-Mails das Leben beherrschen (PREMIUM)
- Die Macht des Unterbewussten - Darf man Mentaltrainern trauen? (PREMIUM)
- Dringender Handlungsbedarf - Menschen fuer Veraenderungen gewinnen
- So gelingt der Praxistransfer - Hoher Aufwand fuer alle Beteiligten (PREMIUM)
- Starrummel, Rap-Stakkatos und Standing Ovations - Petersburger Trainertage
zu finden unter http://www.mwonline.de/db/journals/jiss_display.php4?ji_id=2581
Meta:
Nachdem ich fast den halben Monat aufs Heft gewartet habe, nutzte ich den Download, damit die Rezensionen überhaupt mal fertig wurden. Und als sie dann fertig waren, kam das Heft, ist ja klar! Half aber nix, half gar nix, diesmal war es nicht wirklich spannend, lauter olle Kamellen. Und wenn ich mir das mit dem Praxistransfer angucke, dann nehme ich demnächst den dreifachen Tagessatz für soviel Arbeit, ob´s dann noch mit den Auftraggebern klappt? Ja und die Mentaltrainer: und wieder ein Bundesverband. Der wird auch nicht verhindern, dass es Scharlatane gibt, seufz! Hoffen wir auf das nächste Heft! Schönen Mai noch!
Samstag, 2. Mai 2009
Rezensionen managerSeminare April und Meta
1. Broadcast yourself - Warum Trainer Videos ins Netz stellen (PREMIUM)
2. Der Preis ist heiss - Wieviel Trainer verdienen koennen (PREMIUM)
3. Gefaehrlicher Einsatz - Vorbereiten auf einen riskanten Auslandseinsatz
4. Keine Macht den Miesepetern! - Wie in der Muppetshow
5. Wie aus Ideen Innovationen werden - Mit Irrtuemern aufgeraeumt (PREMIUM)
6. Wie Weise Schicksalsschlaege bewaeltigen - Schmerz zulassen
zu finden unter http://www.mwonline.de/db/journals/jiss_display.php4?ji_id=2561
Was ist dazu noch zu sagen? Nun, dem Video-Sog werde ich mich wohl auch nicht entziehen, ein Camcorder ist von Deutschland auf dem Weg zu uns und dann werden wir mal You-tubisieren , ist wohl ein Trend dem man sich nicht verschließen kann. Richtig gut hat mir der Ältestenrat gefallen, in dem Artikel ist alles drin, was Mensch zum Thema Schicksalbewältigung in Kurzform wissen muss und das auch noch mit Gefühl geschrieben: einfach klasse, kann ich nur zustimmen. Was Püttjer/Schnierda angeht, das ist ganz lustig, aber ihre Tipps, wie man mit den Büromuppets umgehen kann sind nur teilweise hilfreich. Tja und zum x-ten Mal: das Geldthema: wieviel kann man darf man, soll man verdienen? Ich werde nie vergessen, wie sich mal auf einem Coachtreffen eine sehr erfolgreiche Coacherin ziemlich abfällig über Kollegen geäußert hat, die versuchen mit geringen Honoraren ein Bein an die Erde zu bekommen (über der sie schon sehr hoch schwebte). Ich kann solche Kollegen sehr gut verstehen und die bleiben auch nach der Lektüre eines solchen Artikels relativ ratlos. Es ist und bleibt ein schwieriges Thema, wenn man nicht schon gut im Geschäft ist.
Schönen Mai noch an alle!
Dienstag, 17. März 2009
Rezensionen ManagerSeminare im März und Meta
1. Die Weiterbildungsminis kommen - Siegeszug der Wissenshaeppchen (PREMIUM)
2. Die Welt vernetzen - Die eigene kulturelle Praegung erkennen
3. Erfolg ohne Rezept - Was Ueberflieger auszeichnet
4. Gegensaetze verschmelzen - Von harten und weichen Beratern
5. Lernszenarien fuer Aeltere - Differenzieren und viel Humor (PREMIUM)
6. Wege aus dem Stimmungstief - Wie man gute Laune erzeugt (PREMI
Hier der Link:
http://www.mwonline.de/db/journals/jiss_display.php4?ji_id=2514
Meta Rezension im März
Das Thema Wissenshäppchen hatten wir schon verschiedene Male, es wird nicht besser, ganz im Gegenteil. Die Sache hat, wie so oft, nach meiner Meinung zwei Seiten: sicher, wenn ich mich kurz über ein Thema fachlich orientieren oder informieren möchte, dann sind Kurzformate hilfreich, würde ich selbst wahrscheinlich auch nutzen... Man will ja nicht immer dicke Schmöker lesen müssen und mal ehrlich, liebe Leser und Leserinnen: wer liest schon ein (Fach)Buch von vorne bis hinten ganz durch? Aber was die softeren Themen angeht, bin ich da schon erheblich skeptischer: Kommunikation, Verhaltensänderung, Persönlichkeitsentwicklung oder auch Führung, da ist es doch mit Wissenshäppchen nicht getan, oder? Das braucht doch seine Zeit, bis sich die Inhalte setzen, da geht es auch mehr um anderes Denken und Handeln und das eigne ich mir doch nicht mal eben so zwischen Suppe und Kartoffeln an. Außerdem wird mir ganz schlecht, wenn ich daran deke, wie sehr diese Fast-Food-Weiterbildung wieder mal ganz auf Beschleunigung schaltet. Vor lauter "schnell-schnell" kommen eh schon viele nicht mehr klar, kein Wunder fühlen sich da die Trendsetter irgendwann ausgebrannt.
Was war noch? Die Verschmelzung "harter" und "weicher" Beratung fand ich sehr charmant. Ich glaube aber wirklich, da müssen beide Beraterseiten sehr viel Toleranz lernen, was ja nicht schaden kann... Schönen März noch!
Samstag, 24. Januar 2009
Rezension ManagerSeminare 01/2009 und Meta I/2009
1. Auf dem Weg zur Vertriebsorganisation - So kann man eine Organisation neu ausrichten
1. Aus dem Dschungel in den Dschungel - Wie findet man die richtigen Bildungsberater? (PREMIUM)
3. Ihr Einfluss aufs Stimmungsbarometer - Verfuegen Sie ueber atmosphaerische Intelligenz?
4. Manager im Einsatz fuers Gemeinwohl - Soziales Unternehmertum mit Zukunft?
5. Trennungsberatung weiter im Trend - Lebenssinn als zentrales Anliegen (PREMIUM)
6. Wie gehirngerechte Fuehrung funktioniert - Bekanntes wissenschaftlich untermauert
(PREMIUM) zu finden unter
http://www.mwonline.de/db/journals/jiss_display.php4?ji_id=2469
Meta I/2009
Es fand sich diesmal wenig erfreuliches oder gar beeindruckendes im aktuellen Heft. Was zunächst spannend klang, sich dann aber als enttäuschender und vor allem schlecht lesbarer thematischer Rohrkrepierer erwies, war er Artikel zum gehirngerechten Führen. Zunächst schien es ein scharfsinniger Vergleich zwischen neurobiologischen Abläufen im menschlichen Hirn und Charakteristika von Abläufen im Unternehmen zu werden, war aber bei näherem Hinsehen nur als ein langweiliger Vortrag zum Thema: Wie schadet eine Führungskraft seinen Mitarbeitern durch falsches Verhalten – aus neurobiologischer Sicht. Mit viel Hirnstamm und Amygdala und Neutransmitter-Gedöns kam am Ende als Erkenntnis nicht mehr heraus, als das, was wir eh schon wussten, sorry, aber das fand ich dann einfach nur enttäuschend.
Ebenfalls enttäuschend war der Beitrag zum Thema Atmosphärische Intelligenz, dessen Quintessenz eigentlich nur ist: wenn´s Betriebsklima stimmt, klappt´s auch insgesamt besser. Na, das war ja auch nicht so neu.
Deutlich interessanter war der Bericht vom Vision Summit 2008, der über einige denkwürdige Initiativen im Bereich des Social Entrepreneurship zu berichten wusste. Und da uns ja wohl der Trend zum Wegbrechen der Mittelklasse erhalten bleibt, tun sich hier für die neue heranwachsende Unterschicht (ja, furchtbares Wort, ich weiß) ein paar gute Ideen auf, auch in unserer Welt. Auch hier können wir von den Indern lernen. Ja und dann fand sich noch etwas zum Outplacement, mein persönlicher Tummelplatz in den letzten Jahren vor meiner Auswanderung. Kurz und gut: die Branche lebt. Mich freut´s für die Kollegen.
Mittwoch, 19. November 2008
Rezensionen ManagerSeminare November
Die Themen (fuer Premium-Mitglieder mit Link zum Original):
Buchen ohne Risiko - Geld-zurueck-Garantie fuer Seminare? (PREMIUM)
Business mit bunten Belegschaften - Diversity ist nett gemeint...
Einzigartigkeit schlaegt Employability - Karriere der Zukunft (PREMIUM)
Gut verbandelt - Und welchem Coachingverband gehoeren Sie an? (PREMIUM)
Maerchenhaftes Management - Was Manager von den Gebruedern Grimm lernen koennen zu
finden unter http://www.mwonline.de/db/journals/jiss_display.php4?ji_id=2418
Meta VI
Das Thema Geld-zurück-Thema war diesmal ein echter Aufreger für mich. Hier wird mit einem äusserst lauten Marketing-Trick auf Kundenfang gegangen, eher peinlich, wie ich meine. Wer gut ist als Trainer, der spricht sich eh rum, wer nichts taugt geht unter. was wollen Trainingsanbieter eigentlich noch tun, um auf sich aufmerksam zu machen? Traurig, traurig. Tja, und das Thema Einzigartigkeit war ein echter Traum, im wahrsten Sinne des Wortes. Wäre ja echt schön, wenn's so käme, aber mal ehrlich: glauben Sie daran? Kleine Ergänzung am Rande: mein Einstreuer: weg mit AC's ! ist meine ganz persönliche Meinung und wie es scheint, kommt ja zunehmend Bewegung in das Thema. Vielleicht werden wir eines Tages lesen, wie daneben diese Art Personalauswahl war. Höchst amüsant dagegen die Lektüre des Märchenthemas, ich war fast versucht, mein Gebrüder-Grimm-Buch hervorzusuchen und selbst nachzulesen. Die andere Lesart oder Verwendung von Märchen touchiert ja auch das Thema Storytelling und Bibliotherapie. Ganz neu war das also auch nicht, aber trotzdem hat's Spass gemacht.
Schönen November noch!
Montag, 29. September 2008
Meta V: Von Realistischem, Unrealistischem und Virtuellem
Genauso angenehm zu lesen war diesmal der Artikel zu den "Hidden Champions". Wieder mal wird klar, es sind ganz klassische Tugenden, die noch Erfolg versprechen. Das sollten sich mal manche "Grosskopferten" zu Herzen nehmen, denn die leiden ja an Selbstwahrnehmungsstörungen, wie wir auch gelernt haben. Das glaube ich sogar, nur kann das nicht erfolgreich sein! Und das mit dem Selbstbespiegelungstagebuch, na ja, mal ehrlich, ein selbstverliebter (sprich "narzisstisch gestörter" ) Manager wird das ja wohl kaum tun. Oder was denken Sie?
Samstag, 9. August 2008
Rezensionen managerSeminare (August) und Meta IV
1) Das ausgebrannte Unternehmen – organisationales Burnout
2) Werden Sie konkret – Pressearbeit für Personaler und Trainer
3) Billigheimer – Tiefpreise in der Weiterbildung
4) das Ende der Uhr – Zeitmanagement heute
5) Fraunhofer lernt von Fraunhofer – Weiterbildung 2.0
6) Vom Nutzen einer umstrittenen Methode - Organisationsaufstellungen
Jaja, die liebe Zeit. Wie furchtbar ist es doch zu lesen, wie sich die Menschen mit dieser knappen Ressource herumschlagen um sie sich bis zum Kragenrand zu füllen: Simultanten nennt man sie (erinnert mich an Mutanten, was mich wiederum mit leichtem Schaudern erfüllt.) Nun, hier am äußersten Rande Europas, auf einer kleinen Insel, ist das mit der Zeit eine gaaanz andere Sache: man hat ziemlich viel davon. Und daran muss man sich gewöhnen! Zuerst haben wir das nicht so gemerkt, wir hatten ja reichlich zu tun mit unserer Renovierung und ich musste dann meine Seminarplanung, meine Homepage usw. erarbeiten, da hatte ich eigentlich immer gut zu tun. Aber mittlerweile ist das erledigt und nun merkt man sie deutlicher: die Zeit. Das heißt, auch ich brauche ein anderes Zeitmanagement: ein viel langsameres. Und das ist gar nicht so leicht! Die Arbeitsaufgaben, die da sind, wollen gut verteilt sein, Pausen reichlich eingeplant und seit es hier heftig sommert ist auch fast täglich ein Strandbesuch dabei. Sind Sie jetzt neidisch? Brauchen Sie nicht zu sein! Nicht jeder mag das. Hier gibt es Viele, die schaffen es nicht, sich ein gutes palmerischen Zeitmanagement zuzulegen und ihr Leben trotzdem interessant zu gestalten: sie langweilen sich und finden sich in dieser Langeweile gerne in Kleingruppen zusammen an bestimmen Orten, die mit „B“ beginnen und mit „ar“ aufhören. Dem Gevatter Alkohol sei dank, dass man so die (verdammte) Zeit auch rumkriegt. Da wird das Auswandern nicht so spassig.
Dank Internet, Telefon, Zeitschriften und TV fühle ich mich allerdings noch immer ganz gut im Fluss der Dinge. Und mal ehrlich: muss man eigentlich immer alles wissen? Bei allem mitreden? Zu jedem seinen Senf dazugeben? Ich muss das nicht. Und die, die immer glauben, dass sie das müssen, die leiden dann am Ende unter Burnout. Wen wundert´s? Interessant dass (endlich! möchte man hinzufügen) das Burnoutthema auch auf organisationaler Ebene sieht. Höchstwahrscheinlich sind viel mehr Unternehmen ausgebrannt als man für möglich halten möchte. Auch die Unternehmen brauchen mal eine „SMMS“ (Stunde mit mir selbst“). Und vielleicht könnte man diesen Unternehmen doch auch mal empfehlen Organsiationsaufstellungen zu probieren: da gibt es bestimmt sehr viel Erkenntnis! Für mich übrigens ein Dauer-Aufreger: immer muss alles wissenschaftlich abgesichert sein. Ja hat man denn noch immer nicht gelernt: der Mensch und alles was ihn betrifft lässt sich nicht bis ins Letzte wissenschaftlich klären! Wir sind nun mal echte Phänomene! Warum lassen wir es nicht auch mal dabei? Wenn´s doch hilft. Ja ich weiß, da werden jetzt einige sagen, dann ist auch Reiki und Astrologie und sonstiger Esoteriktralala berechtigt. Obwohl ich denkbar unesoterisch bin, denke ich grundsätzlich auch hier: weiß ich es etwa besser? Wenn Reiki Menschen hilft, mein Gott, bitte! Schaden oder beschädigen dürfen diese Methoden nicht, aber wem´s hilft, der soll´s machen. Deshalb wunderte mich das Ergebnis der Studie auch keine Sekunde: diese Teilnehmer waren vorher schon überzeugt, dass ihnen das helfen könnte. Eh voilà!
Damit haben wir mal wieder wissenschaftlich erwiesen, was eh schon klar war. Hoffentlich ist das kein Bärendienst gewesen.
Genug Senf! Schönen Tag noch allen da draußen!
Die Rezensionen nächste Woche auf www.mwonline.de
Montag, 28. Juli 2008
Rezensionen managerSeminare (Juli) und Meta III
Diesmal hat es sehr lange gedauert, bis das ManagerSeminare-Heft vom Juli bei mir eintrudelte. Zu lange. Laut Verlag wird es wohl per Schiff geliefert und nicht per Luftpost. Was das heißt ist ja wohl klar. Nicht? Nun der Weg ist ziemlich lang hierher: vom Versandhaus (in der Schweiz!) bis zum nächsten Hafen (Hamburg?), wahrscheinlich per Post, dann ab in den Container, Verschiffung nach - nein nicht La Palma!, ach was!, nach Teneriffa! Da tobt die Welt! Aber La Palma? Vielleicht wird es in Teneriffa noch umgeladen, wer weiß…Dann von Teneriffa nach La Palma (offiziell nennt sich das doppelte Insellage). Wir sind in Santa Cruz, aber von da aus ist es noch weit bis nach Fuencaliente und wer weiß ob Santa Cruz nicht wieder mal eine Fiesta hat, dann arbeiten die nicht in der Post. Also irgendwann ist es in Fuencaliente und ist dann immer noch nicht hier, denn der Postbote kommt normalerweise dreimal die Woche ans Haus. Machte in diesem Fall summa summarum fast vier Wochen Postweg. So ist das, wenn man weit weg von Germany wohnt. Aber Gott sei Dank gibt es doch noch Internet. Zwar haben wir hier kein ADSL, das würde den Beitrag sprengen, wenn ich das erzähle! Aber dennoch, wir sind im Kontakt mit der Welt, wenn auch nicht sooo schnell und das heißt: ab jetzt besorge ich mir die Original-Artikel online. Darauf hätte ich schon früher kommen können? Stimmt.
Hier die Themen des Juli-Heftes:
1. Semantik trifft E-Learning – wie semantische Netze das Lernen on demand ermöglichen
2. Anforderungen an die moderne Rede – wie man aus langweiligen Zahlenkolonnen-Vorträgen Rede-Events macht
3. Manager auf der Matte- Businessyoga
4. Lernen statt trainieren – Ergebnisse der ASTD-Konferenz 2008
5. Problem erkannt – doch nicht gebannt – Demographischer Wandel
6. Experiment geglückt - Erstes Scope-Camp zur Zukunft des Lernens und Arbeitens
Metarezension III
Offenbar geht nichts mehr in dieser Welt, was größer ist als ein Häppchen. Das trifft auf Zeitungsartikel genauso zu wie auf Wissenseinheiten. Das Prinzip klein, schnell, flexibel ist gefragt. Dalli,dalli wir müssen uns schnellstens informieren, auch das Lernen muss jetzt schneller werden. Kleinste Informationseinheiten müssen her, für anderes ist keine Zeit. Was länger dauert ist einfach langweilig, das gilt auch fürs Reden. Eventmäßig muss es sein, der Zuhörer will unterhalten werden! Edutainment allerorten! Nicht dass ich das alles völlig falsch finden würde. Auch ich möchte mich nicht durch den Dschungel eines langwierigen Lernprogramms schlagen müssen, wenn mich eigentlich nur ein, zwei Aspekte interessieren und natürlich ist nichts furchtbarer als Redner, die stur vom Blatt lesen, mit Zahlenreihen um sich werfen und das ganze in einer maßlosen Powerpoint-Präsentation ertränken. Und dennoch drängt sich da der Gesamteindruck auf, es gelte nur noch so schnell wie möglich, so unterhaltsam wie möglich. Und was ist bitte mit Nachdenken – in Ruhe? Reflektieren mit Tiefgang? Hintergründe beleuchten zum besseren Verständnis? Dafür gibt es demnächst Business-Yoga! Da lernt man zur Ruhe zu kommen. Wer das gut übt, kann es ziemlich schnell erreichen, sozusagen Ruhe – on demand! Also wenn Sie, lieber Leser, geneigte Leserin mal was anderes brauchen, rufen Sie mich an. Ich biete so was in Seminarform an, weit weg von der Häppchen-Welt. Mit viel Zeit und Ruhe.
Aber es gib noch etwas, das fällt mir auf bei meiner ms-Lektüre: Es gibt offenbar furchtbar viele Dinge, die so einfach zu handhaben wären, von denen man so sehr profitieren könnte, die man einfach tun könnte, ohne Aufwand, weder finanziell noch personell, aber keiner tut´s oder zu wenige. Dazu gehören Dinge wie: mehr Vertrauen in die Selbstverantwortung der Mitarbeiter (Thema: Selbstgesteuertes Lernen in Wissensnetzen), Wertschätzung (Wertschätzung! Wertschätzung!) der Mitarbeiter (egal wie alt!!), und noch mal Vertrauen (Stichwort Teambesprechungen als Lernfeld nutzen). Da möchte man tief aufseufzen und sagen: Leute, das geht doch auch so, da muss nur das Denken die Richtung ändern! Wieviel Nutzen könnte daraus erwachsen! Die eingewanderte Palmera schüttelt den Kopf und blickt auf den blauen Ozean, es könnte alles so schön sein!
Freitag, 4. Juli 2008
Rezensionen managerSeminare und Meta II
1. Auf dem Weg zum Enterprise 2.0 - Noch viel Angst vor dem Neuen
2. Erfolgreich durch positive Emotionen - Gute Gefuehle kann man ueben
3. HR Herausforderungen bis 2015 - Ergebnisse einer weltweiten Umfrage (PREMIUM)
4. Mehr Schein als Sein - Der Halo-Effekt (PREMIUM)
5. Sprechen mit Herz - Gewaltfreie Kommunikation ueben
6. Wie Weise entscheiden - 2000 Jahre Lebenserfahrung (PREMIUM
Wie immer auf mwonline.de nachzulesen.
Meta II
Der Themenmix im Juniheft war – mit Respekt – wenig erhellend. Z.B. der Halo-Effekt. Halo – Hallo? Wer kennt den nicht? Und dann die tolle Empfehlung des Experde: gesunder Menschenverstand hilft. Na toll. Viel amüsanter und interessanter war für mich der Ältestenrat. Ach wie schön, zu lesen, dass 2000 Jahre berufs- und Lebenserfahrung in puncto Entscheidungen fällen auch schon mit 48 möglich ist. Das geht doch runter wie nix. da kriegt man positive Gefühle… à propos positive Gefühle, das war jetzt auch nicht wirklich die neue Erkenntnis und so wirklich erleichternd fand ich das auch nicht: Disziplin, Herausforderungen und Aktivität (jetzt darf nicht mal mehr fernsehen), das macht uns glücklich? das braucht man doch täglich um im beruflichen Überlebenskampf zu bestehen und das macht uns glücklich? Was aber sehr schön war ist die Wäscherin als Berufsphilosophin. Solche Beispiele kenne ich auch und diese Menschen sind zu beneiden. Und es sind die kleinen Sachen, die auch glücklich machen: dass meine Calendula sich gerade von einer furchtbaren Insektenattacke bekrabbelt und meine Datura Blüten treibt, das macht mich glücklich. bei den HR-Herausforderung hatte ich eher das gefühl, dass den hohen (Damen und) Herren nicht viel Neues einfällt, die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Ob´s was wird? Und was ist GFK? Ich liiiebe Abkürzungen. Gewaltfreie Kommunikation und wenn man es gelesen hat, weiss man, wie schwierig das ist. Drei Jahre dauert es,, ganz ohne Drohungen und Vorwürfe sprechen zu können. Da braucht es fürwahr Geduld. Ich glaube, wer anderen wertschätzend begegnet und ich meine wirklich wertschätzend, erreicht da schon sehr viel. Aber auch das ist für viele ganz schwierig, das sehe ich ein. was mein Leser-/Rezensenten und sonstiges Herz sehr erfreute war der Bericht über Core-Media. Wow, da hat ein Unternehmen es mal wirklich clever angepackt. Sehr sehr lesenwert!
Mittwoch, 4. Juni 2008
Metarezension I: vom Nutzen der Langeweile
Fritz B. Simon und der Nutzen der Langeweile
Also mir hat der Vorschlag von Fritz B. Simon gut gefallen: Ja natürlich würde es Sinn machen, die Langeweile in den Unternehmen als Quell von Inspiration zu nutzen, finden Sie nicht auch? Aber aus der Nähe betrachtet, wird das Problem schon etwas schwieriger. Erstens: welcher Mitarbeiter zeigt schon offen oder gibt zu, dass er sich langweilt an seinem Arbeitsplatz. Wenn er das täte, was würde geschehen? Man würde ihn vermutlich für einen Faulenzer halten, denn andere haben natürlich randvoll zu tun, stehen unter Stress und machen Überstunden und dieser da, der, der sich langweilt: wie kommt es überhaupt soweit, dass er sich langweilt? Nein der sich Langweilende würde ja nur dem eigene Image schaden, wenn er sich dahingehend im Unternehmen outet, selbst wenn er nicht alleine damit ist. Zumal es zum Image des Erfolgreichen und Tüchtigen gehört, dass er sich selbstverständlich niemals langweilt, denn er findet immer neue Aufgaben, auch wenn er das Übliche bereits abgearbeitet hat. Und was ist zweitens , wenn sich mehrere genauso langweilen und es bereits gemerkt haben, dass es andere Langeweile-Erleidende gibt? Spricht man darüber? Wohl eher hinter vorgehaltener Hand. Und die Vorgesetzten? Wie sehen die das eigentlich? Mal ehrlich, wenn Sie Teamleiter sind und würden herauskriegen, dass sich ein Teil ihrer Leute langweilt und zwar so offensichtlich, dass es auch Sie merken können, was würden Sie da tun? Was sagt das über Ihren Bereich aus? Wie bitte sieht das die nächst höhere Ebene? Haben sie etwa mehr Leute im Team als Sie brauchen, um die Arbeit zu tun? Was wäre denn die Konsequenz einer solchen Analyse? Vermutlich würde man Leute aus Ihrem Bereich abziehen und Sie erlitten einen nicht unerheblichen Imageverlust. Also was würden Sie tun? Vermutlich Arbeitsaufträge generieren oder die ganze Sache ignorieren? Wie lange geht das noch gut? Gute Leute, die sich langweilen, bleiben die im Unternehmen oder suchen sie sich was Anderes, Aufregenderes? Und was wäre denn, wenn das dem Unternehmen insgesamt zu Bewusstsein stiege, dass man sich hie und da langweile? Was wäre die Folge? Wahrscheinlich würde man schauen, ob man Personal reduzieren oder umverteilen kann. Kosten spart man ja immer gerne. Welches Unernehmen hätte denn bitte den Mut, die sich im eigenen Hause breit machende Langeweile auch noch offen zuzugeben? Meine Antwort: ein schlaues vermutlich, ein vorausschauendes, eines dass sich im Sinne Simons darüber klar wird, welche Ressourcen da sehenden Auges verschwendet werden. Natürlich kann man das, clever verpackt, gut kommuniziert als neues Element der Unternehmenskultur einführen: produktive Langeweile, also doch: nichts tun immer donnerstags von zwei bis vier?
Wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus? Kennen Sie das Phänomen der Langeweile schon? Wie geht man damit um? Wie sehen Sie das? Alles nur Quatsch oder doch eine gar nicht so schlechte Idee von Herrn Simon?
