Samstag, 31. Juli 2010

Nordtour - durch die wilde Insel


Es hat lange gedauert, bis wir es nun endlich geschafft haben: die Erkundung des Nordens unserer "Isla bonita". Die Küste ist fast überall sehr steil ins Meer abfallend und es durchziehen riesige Barrancos die Landschaft. Man muss darauf eingestellt sein, dass es dort oben noch viel kurviger ist als bei uns hier im Süden und das kann jeder auf einer Strassenkarte nachvollziehen. Die Strassen schlängeln sich die Barrancos hoch und runter und tief in sie hinein und wieder hinaus. Das ist faszinierend und zugleich anstrengend. Wir wollten es ruhig angehen lassen. 3 Tage hatten wir geplant, aber ganz haben wir das Programm dann doch nicht geschafft.

Fazit: ja, der Norden ist wirklich sehr schön. Riesige Barrancos, wild, schroff, steil und unglaublich still. Weite Blicke auf die Küste in Richtung Norden und Süden. Weitabliegende Dörfer und Weiler, die - wie El Tablado - abgelegen von der Welt auf einer Felsnase hoch über dem Meer. Unterschiedlichste Vegetationszonen begleiten uns, viele Wälder, karge Küstenzonen und dann wieder üppig grüner dichter Bewuchs, ähnlich unserer Heidevegetation. So manches Mal konnten wir die Sternwarte auf dem Roque de Los Muchachos hoch über uns sehen, ein weiteres geplantes Ziel auf dieser Reise. Nachdem wir 20 Kilometer (was für deutsche Ohren nach nichts klingt, aber wenn das nur enge Strassen und viele, sehr viele Kurven sind erscheint es einem doppelt so viel) auf der Küstenstrasse nach Barlovento gefahren waren mussten wir nun auch wieder zurück und zwar auf einer anderen Strecke.

Dazu empfiehlt sich die LP 111, die alte Verbindung. Heute ein wildromantisches Strässchen, meist einspurig durch dichtes Grün und drei finstere in den nackten Fels geschlagene uralte Tunnel. Eine schöne Strecke, die zu fahren ein besonderes Erlebnis ist.

Unterkunft fanden wir in der Pension "Mar y monte" in Punagorda, eine nettes Haus mit hübschem Patio und leckerem Frühstück. Leider mitten im Ort, ganz nah bei einem Restaurant und einer Bar, also nicht wirklich leise. Damit muss man dort rechnen.


Weitere Fotos finden Sie hier: http://jardindevida-bilder.blogspot.com/

Sonntag, 27. Juni 2010

Hamburg im Juni

"Schietwetter", das war im November. Diesmal empfing mich Hamburg mit gradezu südlichem Flair, warm, sonnig...den ersten Tag verbrachte ich am Elbestrand, während ich hier auf unserer Insel in diesem Jahr noch keinen Strandtag hatte.
Das Seminar war diesmal eine kleine Gruppe aber deshalb um so entspannter im Ablauf und sehr angenehm. Inhaltlich trotzdem eine Herausforderung da eigentlich nur Führungskräfte da waren, eine seltene Variante. Aber das macht es ja auch immer wieder spannend, nicht zu wissen, was genau passieren wid. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei meinen Teilnehmern für die angenehme Zeit und das schöne Seminar. Ich freue mich, Hamburg im November wiederzusehen.

Nächster Termin in Hamburg: 18. -26.11.2010
Anmeldungen bei Frau Zapatka, Tel.: 040 36 138 486
Weitere Infos auch hier: http://fritzsche-seminare.blogspot.com/

Dienstag, 18. Mai 2010

Transfercoaching - damit Sie Ihr Seminar auch umsetzen (können)

Wie oft haben Sie (oder Ihre Mitarbeiter) schon an Seminaren teilgenommen, sind voller Elan wieder ins Unternehmen zurückgekommen, motiviert bis in die Haarspitzen, das Gelernte in die Praxis umzusetzen - und müssen feststellen, dass es nicht funktioniert.Die Gründe dafür sind vielfältig: "Keine Zeit" lautet ein sehr häufiges Argument. "Die anderen ziehen nicht mit" ist das zweithäufigste Argument, warum die Umsetzung hakt und schließlich: "Ich schaffe das nicht!" Das Ende vom Lied: der Effekt verpufft oft schon nach kurzer Zeit und es bleibt nicht selten Frustration zurück. Mancher Teilnehmer an Seminaren und mancher Personaler fragt sich dann mehr oder weniger, ob er sich der ganze Einsatz gelohnt hat.Transfercoaching bietet den Teilnehmern hier gezielte und individuelle Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Ziel, die sie aus einem Seminar mitbringen.
Im Transfercoaching haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre tatsächlichen oder gefühlten Hindernisse bei der Umsetzung zu erkennen und mit Hilfe des Coaches nach Möglichkeiten zu suchen, diese zu überwinden und Schritt für Schritt in die Umsetzung zu kommen.

Vorteil:
Die Teilnehmer werden individuell begleitet, es kann punktgenau gearbeitet werden.
Der zeitliche und damit auch der finanzielle Aufwand bleibt überschaubar; oft sind drei bis fünf halbstündige Telefoncoachings ausreichend.
Es entstehen keine nennenswerten Arbeitszeitausfälle, keine Reisekosten oder sonstigen Nebenkosten.
Termine werden nach Bedarf geplant und abgesprochen.

Kontaktieren Sie mich, ich beantworte Ihnen gerne alle Fragen

Mittwoch, 12. Mai 2010

Passiv-aggressives Verhalten - kennen Sie das auch?

"Janelle macht mehr Fehler als jeder andere in Ihrem Team, aber sie gesteht nie etwas ein. Irgendwie war es immer irgendjemand anders. Wenn Sie ihr eine Arbeit antragen, die sie nicht erledigen will (das erkennen Sie am Schnauben, das sie ihren Nebenhöhlenproblemen zuschreibt, oder am Augenrollen, angeblich weil sie den ganzen Tag auf den Computerbildschirm starrt), ist sie einverstanden und vergisst dann entweder den Auftrag oder ihr leuchtet nichts ein und sie macht einfach weiter mit ihrer alten Routine oder sie macht überhaupt nichts, weil sie ganz sicher ist, dass Sie die falschen Anweisungen gegeben haben.
Falls Sie ihr das ankreiden, ist sie sofort beleidigt oder sagt, dass es Ihr Fehler ist, weil Sie sich undeutlich ausgedrückt haben. Am Ende weint sie womöglich, weil Sie auf ihr herumhacken. Sie fallen jedes Mal wieder auf Janelle herein. Sie denken sich: "Ich hätte es besser wissen sollen." Dann bekommen Sie Kopfschmerzen - und wissen, das kommt von ihr. Janelle hätte Ihnen genauso gut gleich mit einem Knüppel auf den Kopf hauen können. " (zitiert nach www.fem.com)

Ein Paradebeispiel für passiv-aggressives Verhalten.

"Die passiv-aggressive, auch negativistische Persönlichkeitsstörung, ist gekennzeichnet durch ein tiefgreifendes Muster negativistischer Einstellungen und passiven Widerstandes gegenüber Anregungen und Leistungsanforderungen, die von anderen Menschen kommen. Sie fällt insbesondere durch passive Widerstände gegenüber Anforderungen im sozialen und beruflichen Bereich auf und durch die häufig ungerechtfertigte Annahme, missverstanden, ungerecht behandelt oder übermäßig in die Pflicht genommen zu werden.
Charakteristisch für diese Persönlichkeitsstörung ist die Widerständigkeit gegenüber Anforderungen mit einer durchgängig negativistischen, angstgetönten und abwertenden Grundhaltung. Dabei handelt es sich um eine Einstellung, die Menschen unterstützt, jedoch gleichzeitig gegenüber Anforderungen passiven Widerstand leistet. Zur zwischenmenschlichen Problemlösung und Aussöhnung sind sie oft nur in einer zynisch-pessimistischen Weise in der Lage.

Menschen mit einer passiv-aggressiven Persönlichkeitsstörung fühlen sich von anderen oft missverstanden, können anhaltend über persönliches Unglück klagen (das sie nicht selten unbewusst selbst inszenieren) und sind häufig mürrische und streitsüchtige Zeitgenossen. Autoritäten gegenüber zeigen sie übermäßige Kritik, ja Verachtung, was ihre Position nicht gerade verbessert. Menschen, die ein offensichtlich glücklicheres Los gezogen haben, begegnen sie mit Neid, Missgunst, Groll oder einem eigenartigen, auf jeden Fall nicht nachvollziehbaren Wechselspiel zwischen feindseligem Trotz und (mitunter fast unterwürfiger) Reue.
Die Zwiespältigkeit im Denken und Handeln und das geringe Selbstwertgefühl, das aus einer solchen Einstellung entsteht (ständige Fremd-Abwertung schlägt zuletzt in eine verheerende Selbst-Abwertung um) führen oft zu Auseinandersetzungen und Streitigkeiten mit der Umwelt. Persönliche Enttäuschungen werden häufig auf andere projiziert.
Oftmals sehen sich negativistische Persönlichkeiten als friedfertig an und halten ihre passiv-aggressive Art für gesellschaftskonform." (nach www.wikipedia.de)


Was tun in einem solchen Fall?
Um sich nicht heillos zu verstricken, eins sollte klar sein, kritisieren, konfrontieren oder ähnliches ist in einem solchen Fall nur kontraproduktiv. In ihrer Hilflosigkeit und Unfähigkeit dem eigenen Muster ins Gesicht zu schauen hilft konkret nur eins: loben, loben, loben. Auch wenn es schwer fällt.

Dienstag, 27. April 2010

So ein Garten der ist lustig...


...so ein Garten, der ist schön, wenn man dann im Frühjahr vor lauter Grün nichts mehr erkennen kann. Da ist die Freude dann besonders groß. Man hatte es uns vor zwei Jahren ja schon "angedroht" dass wir irgendwann nur noch rausschneiden und nichts mehr einpflanzen.


Oh ja, wie wahr! Wir pflanzen zwar gelegentlich auch noch was ein, aber wenig. Zum Beispiel eine meiner Wunschblumen kam Anfang Februar in die Erde ( bei uns beste Zeit zum pflanzen, weil viel Regen aber auch Sonne und immer mind. 16 Grad): die edle schöne Calla. Und nun hat sie die ersten beiden wunderschönen Blüten getrieben, ein Traum, vor allem auch in der Vase. Desgleichen treibt unsere Canna (auch indisches Blumenrohr genannt) wieder wunderschöne Blüten und die beiden Wandelrosenbüsche sind gewuchert und tragen eifrig Blüten. Die Strelizien scheinen dagegen im Moment eher Blätter als Blüten machen zu wollen und auch die Engelstrompete hat nach ihrem letzten Konzert (mit bestimmt hundert Blüten) eine Verschnaufpause eingelegt.





Was uns immer wieder verblüfft sind Pflanzen, die wir nach unserer Erinnerung weder ausgesät noch eingepflanzt haben, die aber einfach da sind und dann - wen wundert´s - wuchern wie verrückt. Nein, es wundert mich, es ist ein Wunder, wie die Natur soviel grünes Zeug produzieren kann, ist immer wieder ein Wunder.





Montag, 26. April 2010

Kennen Sie den Dunning-Kruger-Effekt?

Der von den Psychologen David Dunning und Justin Kruger 1999 erstmals beschriebene Effekt meint, dass inkompetente Menschen sich häufig selbst überschätzen und andere, kompetente unterschätzen oder gar abwerten. Ein nicht selten beobachtetes Phänomen, das manchen Zeitgenossen oft ratlos zurückläßt.

Was ist geschehen? Die Vermutung ist, dass inkompetente Menschen zum einen die Konfrontation mit ihrer Inkompetenz als äußerst kränkend erlebt haben und nach entlastenden Erklärungsmustern gesucht haben, um diese Kränkungen kompensieren zu können und zukünftig möglichst zu vermeiden. Ein beliebtes Muster ist, Anderen oder den "Umständen" die Schuld am eigenen Scheitern zuzuschieben. Folglich war man selbst nicht inkompetent sondern lediglich "Opfer". Diese Übernahme einer Opferhaltung, die sich dann als generelles Erklärungs- und Lösungsmuster auch hirnphysiologisch einbrennt, führt dann zu sog. inkompetenten Selbstüberschätzern.

Aus Coachsicht stellt sich nun die Frage, wie man mit solchen Klienten umgehen kann. Zugegebenermaßen nicht ganz leicht. Wenn wir aber konsequent in der wertschätzenden Haltung bleiben, stellt sich zum einen die Frage (an uns selbst), gibt es das überhaupt: inkompetente Menschen? Aus Sicht einer konsequent wertschätzenden Haltung nicht, denn
1. Wer definiert, was inkompetent ist?
2. Welche Fähigkeiten hat denn unser angeblich so inkompetenter Klient? Es ist eine schwere Last inkompetent zu sein, vorausgestezt wir akzeptieren "Inkompetenz" als Phänomen. Da ist es schon eine Leistung, dies zu kompensieren und nicht unter dieser Last zusammenzubrechen. Alle Achtung! Unser Klient hat sich also als durchaus erfolgreich erwiesen und kommt mit dem Muster halbwegs durch.

Selbstverständlich kann unsere Aufgabe nicht sein, dieses Muster zu bestätigen. Die Frage ist natürlich: welchen Auftrag haben wir vom Klienten? Irgend etwas muss ja suboptimal laufen, sonst säße er nicht bei uns. Das Muster ist rissig, vielleicht sollen wir es wiederherstellen helfen. Dass das nicht unser Job sein kann, ist wohl klar. Nun kommt das Schwierige: wir brauchen einen anderen Auftrag. Was könnte dem Klienten helfen auf Dauer keine solchen Reparaturaufgaben mehr zu haben? Denn natürlich wird die Rissigkeit der Fassade mit der Zeit schlimmer werden. Das könnte ein erster Ansatz sein. Wie erklärt er sich, dass das Muster nicht mehr funktioniert? Glaubt er, dass eine "Reparatur" auf Dauer halten wird? Vielleicht erkennt er, dass das Muster nicht mehr zu halten sein wird. Das macht natürlich Angst und wird womöglich auch Abwehr erzeugen. Deshalb ist hier ein Höchstmaß an Behutsamkeit, Wertschätzung, Wertschätzung und nochmals Wertschätzung gefragt. Eine schwierige Aufgabe.

Mittwoch, 21. April 2010

Coaching-Tools: Arbeit mit Symbolen

Die Arbeit mit Symbolen, d.h, hier insbesondere mit symbolisch beladenen Gegenständen und symbolischen Handlungen nimmt in meiner Arbeit einen immer breiteren Raum ein. Und die Wirkung bestätigt, dass es sich hier um eine äußerst sinnvolle Intervention handelt.
Die Möglichkeiten sind äußerst vielfältig. So kann der Klient in der Arbeit selbst frei ein Signal oder einen Gegenstand wählen, der ihm als Symbol dienen kann.

Symbolische Gesten: Der Klient möchte endlich aufhören, sich über bestimmte Situationen oder Personen zu ärgern. Das Mittel: eine Geste/Körperbewegung, die ihm als Stopsignal dient: "Hör auf!"(..dich zu ärgern) Als Manager benötigt er eine Stop-Geste, die möglichst unauffällig ist. Es sollte sich aber auch nicht um eine Geste handeln, die er sonst auch - ganz ohne Bedeutsamkeit - ausführt, wie Zurechtrücken der Krawatte z.B. . Es sollte eher eine geste sein, die er für gewöhnlich nicht ausführt. Beispiel: wenn er spürt, dass der Ärger in ihm aufkommt, dreht er an seinem Ehering. Wichtig ist, dass diese Geste -vorher im Coaching - gut aufgeladen wurde. Dies geschieht, indem man zum einen den Klienten bittet, sich in die Situation, die den Ärger auslöst intensiv hinein zu imaginieren und ihn dann die Geste ausführen läßt mit dem explizit ausgesprochenen "Stop!". Im Regelfal muss das einige Male wiederholt werden.

Symbolisches Handeln: Der Klient befindet sich in einer beruflichen Umbruchphase. Noch "hängt" er an seiner alten Firma, was es ihm erschwert sich auf das Neue einzulassen. Im Coaching findet er ein schönes Bild dafür: er hängt an der alten Firma wie an einer Schlaufe, die ihn beim Bergsteigen am nächsten Schritt hindert, ihn aber auch sichert. Ich wähle einen dünnen Schal oder eine Krawatte, binde eine Schlaufe, die ich dem Klienten ums Handgelenk lege. In einer Time-Line-Aufstellung, in der er nun den nächsten Schritt tun müsste (sich vom alten lösen, symbolisches Tun), halte ich das andere Ende der Schlaufe fest und halte das Band so straff, wie es der gefühlten Bindung des Klienten an das Alte entspricht. Ich ziehe leicht daran, so dass er spüren kann, wie sehr ihn die Schlaufe festhält und am nächsten Schritt hindert. Die Schlaufe wird spürbar zum Hindernis, der Klient erlebt und spürt körperlich, wie sehr er festgehalten wird, resp. sich festhält und - in dem Moment wo er das kann - lässt er los. Schafft er das nicht, wird klar, dass er noch nicht so weit ist. Vielleicht muss er sein Ziel noch einmal neu überdenken.

Symbolische Gegenstände: für jedweden Zweck kann man mit dem Klienten als Erinnerung, als Signalgeber für eine anderes Verhalten Gegenstände wählen, die der Klient mit sich herumtragen kann, die für die Außenwelt unauffällig sind, ihm selbst jedoch wichtige Signale geben können. Dafür können alle möglichen Gegenstände in Frage kommen, wie Schmuckstücke, Anstecker, Schlüsselanhänger etc. Wichtig ist, dass der Gegenstand gut vom Klienten angenommen werden kann und gut aufgeladen wurde, was sinnvollerweise in einer Coachingsitzung stattfinden sollte.

Viel Spass beim Ausprobieren!